Gottesdienste mit Corona-Regeln

Herzliche Einladung zu unseren Gottesdiensten in der Kirche am Markt.

WICHTIGE INFORMATIONEN zu den Gottesdiensten in der Kirche am Markt

  1. Bitte meldet euch zu den Gottesdiensten bis Freitag Mittag 12 Uhr an, auch wenn ihr euch online anmeldet.
  2. Bitte zieht euch warm an. Die Fenster bleiben den gesamten Gottesdienst so wie bisher geöffnet. Leider bringt das mit sich, dass es kühl werden kann.
  3. Weiterhin gelten die Hygiene- und Abstandsregeln, dazu gehören:
    – Alltagsmasken, wenn man nicht auf dem Platz sitzt.
    – Händedesinfektion vor betreten des Gottesdienstraumes
    – Markierte Laufwege, die Stühle stehen auf 1,50m Abstand.
    – Regelmäßiges Lüften, bitten denken Sie an warme Kleidung…
    – Wir verzichten auf Gemeindegesang

Wir gehen verantwortungsvoll miteinander um und versuchen ein Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Es ist im Sinne des Gebotes der Nächstenliebe: wir können durch unser Verhalten Nächstenliebe üben und damit andere schützen.

Wir bitten um Anmeldung bis Freitags 12 Uhr unter:

https://www.med3d.eu/reservierung/?veranstalter=EmK-Gemeinde_Heidelberg

Gottesdienst unterwegs

Am Sonntag, 18. Oktober, machten sich etwa 30 Personen auf den Weg zur Klosterruine auf dem Heiligenberg.

Den Gottesdienst unterwegs begonnen wir vor dem una tierra Weltladen. Auf dem Weg zur Klosterruine machten wir mehrmals Halt, um zu singen, zu beten und zu hören.

Das Thema:

„Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das von Gott kommt.“ (Mt 4,4)

begleitete uns.

Und wir sammelten Farben für den Winter, denn Brot allein reicht nicht zum Leben.

Jugend gestaltet ihren Jugendraum

In den letzten Monaten trafen sich einige Jugendliche aus der Gemeinde monatlich zu „Jugend trifft sich“ auf der Neckarwiese. Nun wird es kühler und früher dunkel, so dass sich die Jugendlichen nun in der Kirche treffen. Die Gruppe bekam einen Raum in der Gemeindewohnung zur Verfügung gestellt, den sie nun beginnen zu gestalten. Den Anfang machten sie letzten Mittwoch.

Die Gruppe trifft sich ab November alle 2 Wochen. Herzliche Einladung allen Interessierten zwischen 12 und 20 Jahren!

Gottesdienst und Kinderkirche

Am Sonntag feiern wir wieder Gottesdienst mit Abendmahl in unserer Kirche am Markt um 10.30.
Anmeldung ist notwendig.

Unter unten stehendem Link entsprechende „Veranstaltung“ auswählen. Dann bitte Anzahl (1 Person = Anzahl 1 auswählen
2 Personen = Anzahl 1 auswählen, 3-5 Personen = Anzahl 2 auswählen) und Namen weiterer Personen eintragen und abschicken.
Danach Anmeldung bestätigen (Mail).

https://www.med3d.eu/reservierung/?veranstalter=EmK-Gemeinde_Heidelberg

Wem es nicht möglich ist, sich online anzumelden, kann sich telefonisch im Pastorat bis Freitag 12 Uhr anmelden.

Auch Kinderkirche findet wieder statt! Wir freuen uns auf die Kinder. Hygienevorschriften werden eingehalten. Kinder bitte mit den Eltern eintragen.

Erntedank auf den Feldern

Am 4.10. feierten wir auf den Feldern in Dossenheim auf dem Grundstück der Gärtnerei Bastine unseren Erntedankgottesdienst. Gemeinsam mit etwa 50 Personen konnten wir gemeinsam singen und Gott loben. Das Gleichnis vom reichen Kornbauern und das Thema ,Aus Dankbarkeit mit anderen teilen‘ begleitete uns durch den Gottesdienst.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es noch Kürbissuppe und Möglichkeit zu Gesprächen.

Erntedank in Dossenheim am 4. Oktober um 11 Uhr

Herzliche Einladung zu unserem Erntedankgottesdienst in Dossenheim bei der Gärtnerei Bastine. Wir feiern um 11 Uhr Gottesdienst und freuen uns auf einen Gottesdienst für Groß und Klein und auf gemeinsames Singen. Im Anschluss sind alle, bevor sie nach Hause gehen, herzlich zu Kürbissuppe eingeladen.
Bitte meldet euch auch zu diesem Gottesdienst an.

Bitte bringt unbedingt Folgendes mit:

  • Mund-Nasen-Schutz
  • Einzelpersonen und Paare: Klappstühle. Familien können gemeinsam eng auf Bierbänken sitzen.
  • Eigene Suppenteller und Löffel und eigene Getränke. (Die Suppe wird gekocht).

Anmeldungen:
Telefonische Anmeldung (bei Gottesdiensten bis Freitag 12.00 Uhr):
06221-413745
Ticket-Service:
https://www.med3d.eu/reservierung/?veranstalter=EmK-Gemeinde_Heidelberg

Es geht wieder los in der Kirche am Markt!

Unsere Sommerpause geht zu Ende. Am kommenden Sonntag (6. September) findet um 10.30 Uhr Gottesdienst vor Ort statt. Bitte meldet euch dazu wie gehabt über den Ticketservice oder per Telefon an (Link siehe unten). Leider kann die Draußenkirche für Kinder am Sonntag nicht stattfinden.

Am Sonntag feiern wir nach vielen Monaten wieder gemeinsam Abendmahl, es wird in einer besonderen Form durchgeführt.

Anmeldungen:
Telefonische Anmeldung (bei Gottesdiensten bis Freitag 12.00 Uhr):
06221-413745
Ticket-Service (bis einen Tag vor der Veranstaltung 20 Uhr): https://www.med3d.eu/reservierung/?veranstalter=EmK-Gemeinde_Heidelberg

Andacht zum Sonntag, 30.8.2020, 1. Kor. 3, 9-17 Mitarbeiter Gottes

Jeder Mitarbeiter ist Gott verantwortlich
9 Wir sind Gottes Mitarbeiter, ihr aber seid Gottes Ackerland und sein Bauwerk.
10 Gott hat mir in seiner Gnade den Auftrag und die Fähigkeit gegeben, wie ein geschickter Bauleiter das Fundament zu legen. Doch andere bauen nun darauf weiter. Und jeder muss genau darauf achten, wie er diese Arbeit fortführt.
11 Das Fundament, das bei euch gelegt wurde, ist Jesus Christus. Niemand kann ein anderes legen.
12 Allerdings kann man mit den unterschiedlichsten Materialien weiterbauen. Manche verwenden Gold, Silber, kostbare Steine, andere nehmen Holz, Schilf oder Stroh.
13 Doch an dem Tag, an dem Christus sein Urteil spricht, wird sich zeigen, womit jeder gebaut hat. Dann nämlich wird alles im Feuer auf seinen Wert geprüft, und es wird sichtbar, wessen Arbeit den Flammen standhält.
14 Hat jemand fest und dauerhaft auf dem Fundament Christus weitergebaut, wird Gott ihn belohnen.
15 Geht aber sein Werk in Flammen auf, wird er seinen Lohn verlieren. Er selbst wird zwar gerettet werden, aber nur mit knapper Not, so wie man jemanden aus dem Feuer reißt.
16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und dass Gottes Geist in eurer Mitte wohnt?
17 Wer diesen Tempel zerstört, den wird Gott ins Verderben stürzen. Denn Gottes Tempel ist heilig, und dieser Tempel seid ihr!
1. Kor. 3,9-17 aus Hoffnung für Alle

Paulus, der Apostel, hat wieder einmal große Sorgen. In Korinth bilden sich Gruppen die sich um die verschiedenen (selbsternannten) Prediger sammeln. Es besteht Gefahr von Abspaltungen.
Worum sich Paulus sorgte, das ist heute schon weit verbreitet. Auch die EmK (Evangelisch-methodistische Kirche) erlebt hier gerade eine schwierige Zeit wenn es um die Geschlechterrolle geht. Wenn wir die Vielfalt der Kirchen und Gemeinden in der ganzen Welt heute ansehen, dann stellt sich uns schon die Frage, wie passt da der eine Glaube rein.
Da gibt es konservative, strenge, moderne, charismatische, …Gemeinden. Seit Jesu Wirken sind 2000 Jahre vergangen und natürlich ist heute vieles ganz anders. Viele Menschen brauchen Aktion, Abwechslung und Ablenkung. Um Menschen für die Gemeinde zu gewinnen, werden neue und attraktive Aktivitäten entwickelt – das ist herausfordernd und muss gut abgewogen sein, denn es gilt die gesamte Gemeinde im Blick zu haben und mit den Kräften zu haushalten.
Für mich muss Gemeinde ein Raum sein, in dem ich mich wohl fühle, in dem ich ganz dabei sein kann, mit Leib und Seele, ich, mit meinen Wünschen und Bedürfnissen. Eine Gemeinde spricht mich an, wenn ich spüren kann, auf welchem Fundament sie gebaut ist, wenn man sich um den Anderen / die Andere kümmert, wenn Friede ist und man sich annimmt.
Es ist toll, dass wir so verschieden sind und es ist toll, wenn wir unsere verschiedenen Gaben, Neigungen, Erfahrungen und Ansichten in den Dienst der Gemeinschaft stellen und damit die Gemeinde bereichern. Jeder wird gebraucht. Jeder nach seinen Gaben. Nur gemeinsam kann es gelingen, Hand in Hand, mit Herz und Verstand und mit Gott als Fundament und Leitung. Wir dürfen alle kleine Baumeister sein.

Bauen wir unser Haus! Schön, achtsam und liebevoll, nachhaltig und zukunftsfähig.

Manfred Groß (Mitglied im Gemeindevorstand)

Andacht zum Sonntag, 23.08.2020, Lukas 18,9-14

Jesus erzählte also einigen, die von sich selbst überzeugt waren, dass sie Gerechte sind, und die die übrigen Menschen verachten, dieses Gleichnis: Zwei Männer stiegen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stand aufrecht und sprach bei sich dieses Gebet: „Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die übrigen Menschen bin: Räuber, Rechtsbrecher, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche, ich zehnte von allem, was ich
einnehme.“ Der Zöllner aber stand weit entfernt und wollte die Augen nicht gen Himmel wenden, sondern schlug sich auf seine Brust und sagte: „Gott, sei mit mir Sünder wieder versöhnt.“ Ich sage Euch, dieser steigt gerechtfertigt in sein Haus hinab, eher als jener. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, wer aber sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.

(Lukas 18,9-14)

Es gibt Dinge im Leben, die fallen uns schwer – richtig schwer. Sie zu bewältigen, bedarf besonderer Überwindungskräfte. Schuldeingeständnisse gehören in jedem Fall dazu. Sie kommen uns nicht leicht über die Lippen. Wir geraten aneinander, streiten, sagen Dinge im Affekt, die andere, meist von uns geliebte Menschen, verletzen. Doch das Gesagte ist raus, steht im Raum. Wir können es nicht zurücknehmen, die Zeit nicht zurückdrehen, das Geschehene nicht ungeschehen machen. Gerade der Familienalltag während des Corona-Lockdowns im Frühjahr war für viele von uns nicht nur eine besondere, sondern auch eine besonders konfliktreiche Zeit. Jede*r musste zurückstecken, mehr
Rücksicht auf Bedürfnisse anderer nehmen, als die alltäglichen Gewohnheiten vor unseren Augen zerbrachen. Plötzlich waren kleine Kinder dauerhaft zu Hause und wünschten sich (zu Recht!)
Aufmerksamkeit. Doch zugleich forderten Arbeitgeber trotz erschwerter Bedingungen ein bleibendes Engagement in der Arbeit – vielleicht sogar unter Zumutung gestiegener Risiken. Plötzlich mussten Ehepaare neu aushandeln, wer wann welche Tätigkeiten ausüben darf und welche Pflichten übernimmt, und so begann das Jonglieren mit Betreuungs-, Arbeits- und Haushaltszeiten. Plötzlich war man eingepfercht in seine Wohnung und jedes Mal, wenn man sie verließ, bestand die Gefahr, andere zu gefährden (und natürlich auch sich selbst). Alle waren gereizt, alle mussten sich an neue Umstände gewöhnen. Das sorgte für Konfliktstoff und damit für die Voraussetzungen, an anderen schuldig zu werden.
Um diesem Schuldeingeständnis aus dem Weg zu gehen, haben wir ziemlich erfolgreiche Ablenkungsstrategien entwickelt, von denen sich mindestens zwei auch in unserem Text finden. Da gibt es die, die selbstgefällig anderen böse Blicke zuwerfen, wenn sie sich nicht an die Maskenregeln halten.
Die für sich den moral highground beanspruchen, um auf andere herunterzublicken, ohne deren Gründe zu kennen. Das sind die, die Moralismus mit Nächstenliebe verwechseln und vergessen, dass Schuld
nicht durch Verurteilung getilgt werden kann. Das gibt es auch in Familien zur Genüge; den anderen nicht mehr in seinen persönlichen Herausforderungen zu sehen, sondern nur zu beklagen, warum er oder
sie nicht so funktioniert, wie abgemacht. Da herrscht der Gestus der Überlegenheit über die Empathie für die Situation des anderen. Um nicht falsch verstanden zu werden: Das ist keine Rede gegen Maskenpflicht, wohl aber ein Plädoyer gegen pharisäische Selbstgerechtigkeit, die im eigenen
rechtlichen Maßstab ihre vermeintliche moralische Überlegenheit triumphierend vor sich herträgt. Eine zweite Strategie besteht darin, auf diejenigen zu verweisen, die noch viel schlimmer als man selbst seien.
Wenn man sich den richtigen Vergleichspunkt sucht, steht man gleich viel besser da. Indem man sich selbst einredet, nicht so schlimm wie andere zu sein, versucht man, seine eigene Schuld zu schmälern.
Doch zielt das nur darauf, die eigene Schuld hinter einem noch größeren Schuldberg anderer verschwinden zu lassen und im Verhältnis kleinzumachen: „Aber du bist doch noch viel schlimmer!“
Viele Verteidigungsstrategien eines (Familien-)Streits leben von diesen Rechenspielen, die anderen vorführen sollen, noch viel schlimmer zu sein, als man es selbst ist.
Sich im Angesicht eines Konflikts die eigene Schuld einzugestehen, verlangt Größe. Denn Schuld einzugestehen bedeutet, Schwäche zu zeigen. Es bedeutet gerade nicht, die eigene Machtlosigkeit mit
Macht zu verheimlichen oder zu relativieren. Den eigenen Pharisäer in uns zu einzugestehen und uns am Bild des Zöllners zu orientieren, ist eine alltägliche Herausforderung. Doch ein Schuldeingeständnis
kann Wunder wirken, es kann das Wunder der Versöhnung ermöglichen. Denn erst das Schuldeingeständnis schafft Raum für eine Versöhnung. Das kostet Überwindung, weil man sich ausliefert. Denn Versöhnung ist kein Automatismus. Wer seine Machtlosigkeit offenbart, tut dies aus
Hoffnung. Aus Hoffnung, dass der andere Gnade walten lässt. Dass er uns nicht nach unseren Taten bewertet, sondern den geliebten anderen sieht. Doch Christus ist überzeugt: Wer sich selbst erniedrigt, wer bereit ist, sein eigenes Scheitern einzugestehen, der wird erleben, dass Beziehungen heilen können.
Und darauf will ich setzen.

Max Bühler (Theologe, Laienprediger)